Diskussionsdaten:
Selten habe ich ein so ehrliches Buch über fehlende Mutterliebe gelesen, das aber nicht in einer Schuldzuweisung endet.
— Luzia Stettler
Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Tagsüber arbeitet sie als Reinigungskraft; abends verschwindet sie in der Bar, wird zur «Königin der Nacht». An Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht. Kein Wunder landete der Sohn auf der Strasse. Im Alter blieb der Mutter kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, weil der Lebensabend in der Schweiz unerschwinglich für sie war. Gnadenlos blickt Lukas Bärfuss auf diese schmerzliche Verbindung zurück und stellt die Frage, wann in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt.
Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Tagsüber arbeitet sie als Reinigungskraft; abends verschwindet sie in der Bar, wird zur «Königin der Nacht». An Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht. Kein Wunder landete der Sohn auf der Strasse. Im Alter blieb der Mutter kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, weil der Lebensabend in der Schweiz unerschwinglich für sie war. Gnadenlos blickt Lukas Bärfuss auf diese schmerzliche Verbindung zurück und stellt die Frage, wann in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt.